Regattaimpressionen 2019

Von Jutta Geisler-Sanders

Neben den Clubregatten zur Vereinsmeisterschaft haben wir in diesem Jahr drei Ranglisten-Regatten ausgerichtet. Zu Pfingsten starten die Conger mit einer Doppelveranstaltung.  Die ersten Auswärtigen reisen schon einen Tag früher an, nur um am nächsten Morgen bei schönstem Sonnenschein mit Blick auf die Mosel zu frühstücken und nach und nach füllt sich das leergeräumte Mittelfeld mit immer mehr Wohnmobilen.

Das Wochenende hält für jeden etwas bereit und die erste Wettfahrt startet mit viel Wind und heftigen Böen, so dass einige Segler erst am Sonntagmorgen in das Wettfahrtgeschehen eingreifen. Am Samstagabend findet die traditionelle Conger-Jugend-Party statt, in diesem Jahr mit dem Motto „Wild Wild West“. Jede Menge Cowgirls und zwei großartige „Dalton-Banditen“ sitzen friedlich neben Chinesen und Indianern um das imaginäre Lagerfeuer auf Strohballen. In den Segelpausen erfreuen sich die Liegestühle, die alle mit Blick auf die Mosel auf der Terrasse und dem neuen Steg aufgebaut sind, großer Beliebtheit und immer wieder finden die Segler zum fachlichen Austausch zusammen. Am Sonntagmorgen reicht der Wind nicht und so endet der erste „Mosel-Pfingst-Cup“ mit drei Wettfahrten und von den 16 gemeldeten Booten kommen 11 in die Wertung.

Wir bedanken uns herzlich bei der Wettfahrleiterin Andrea Thelen und ihrem Team, die mittags im Anschluss direkt den „Augusta-Pokal“ starten. Dieser wird am Montag von allen 16 Mannschaften mit 4 Wettfahrten beendet. In beiden Regatten freuen sich unser Gast aus Hamburg und derzeitiger Vorsitzender der Conger-KV, Sven Naumann mit Hans Herman Franke über den ersten Platz. Zu den Siegerehrungen erhält jeder Segler ein Glas Honig von unserem netten Imker aus der Ruderabteilung und unser im Winterprogramm unter Anleitung von Günther Nolde selbstgebasteltes „Universal Knotenübungsgerät“.

Schon 14 Tage später treffen sich unsere jüngsten Segler zum „Goldenen Opti“, unserem absoluten Highlight mit etwa 6000 Zuschauern am Samstag. Opti-Segler des YCRM und unser Geburtstagskind Vincent machen das Starterfeld komplett. Zwischen den Starts rasen die Schnellboote der Bundeswehr über den Stausee und demonstrieren ihre Leistungsfähigkeit und auch das Feuerlöschboot zeigt, was es kann.  Die Wettfahrten der Optis werden vom ganzen Geschehen rund um den Tag der Bundeswehr eingerahmt, haben aber immer Vorrang. Am Sonntag haben die Optis die Mosel wieder ganz für sich alleine und nach vier Wettfahrten hat ein ziemlich glücklicher Thimothé Eltze vom YCRM die Trophäe des Goldenen Optis gewonnen.

Nach gut drei Jahren Reparaturzeit ist die Eisenbahnbrücke in Güls für Boote mit längeren Masten wieder passierbar und im August findet somit unsere Langstreckenregatta statt. Um 11 Uhr ist Schleppstart und mehrere Dyas, Zugvögel und eine Conger werden nach Winningen geschleppt. Nach auslegen der Startlinie gibt es auf der vielleicht etwas kurzen Linie Unklarheiten, aber am Ende bereinigt sich wieder alles. Die Dyas und die Zugvögel können sich direkt absetzen, nur das Damenteam auf dem Conger verpasst immer den Wind, der angeblich Minuten vorher noch da war. Der Schwert-Zugvogel „Diva“ mit den Brüdern Holger und Jörg Reichwald erreicht 20 Sekunden vor der Dyas mit Hans-Georg Drop und Benedikt Kotulla das Ziel am PSVK. Der Wind war stellenweise sehr übersichtlich, aber der Tag sehr schön und die Begleitboote betrachten alles in Ruhe und lassen das Feld immer wieder an sich vorüberziehen. Nach dreieinhalb Stunden ist auch die Conger-Crew im Ziel und man kann zum gemütlichen Teil übergehen.

Traditionell findet immer am zweiten Septemberwochenende der „Mosel-Pokal“ für die Schwertzugvögel statt, so auch in diesem Jahr. Der Zugvogel-Obmann Rainer Huzel freut sich über das stattliche Feld von 14 Teilnehmern. Den Seglern aus Liblar hat es im letzten Jahr gut gefallen und nach dem Gegenbesuch unserer Zugvogelsegler in Liblar verstärken in diesem Jahr weitere auswärtige Zugvogel-Segler das Feld. Bei sehr warmen Temperaturen, erfreuen sich alle eines schönen Grillabends und der Nachtisch wird von den Klängen einer Ukulele untermalt. Die angestimmten Lieder sind allseits bekannt und werden mitgesungen. Wie so oft in dieser Saison bleibt der Wind aus und so kann die am Samstag zwar angestartete, aber dann abgebrochene Wettfahrt auch am Sonntag nicht nachgeholt werden. So waren zwar zahlreiche Mannschaften gestartet, mussten das Wochenende aber ganz ohne Wettfahrt beenden. Die Segler fügen sich, denn das Hobby hat viel mit Wind und Natur zu tun und in dieser Saison gab es mal viel und mal wenig Wind. Dafür war meine Segelschülerin Renate sehr zufrieden, denn sie hatte Gelegenheit bei einem sehr erfahrenen Segler zu schotten und hat eine ausführliche Lektion im Schwachwindsegeln erhalten. Auf dem Begleitboot werden wir vom Opti-Segler Jan-Ole Gero unterstützt, der die Kommunikation mit dem Regattastand übernommen hat. Wenn auch wenig gesegelt wurde, war es ein schönes Regattawochenende. Ich freue mich, wenn im nächsten Jahr alle Segler, Helfer und Zuschauer wieder dabei sind.


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