Text: Harald Werth, Bilder: Ligita Werth, Hans Hüthwohl

Vielen Dank an alle, die die Regatta am 19. und 20. September 2026 überhaupt möglich gemacht haben, Jutta und Klaus, Andrea und Team, Jörg, Michael für die Erinnerungspreise, Michael und den anderen auf den Sicherungsbooten, Matthias im Vereinsheim und den vielen, die man nicht sieht und bei denen es erst auffällt, wenn sie nicht da sind. Und vielen Dank an alle, die mit angepackt haben, wo es ohne Unterstützung nicht geht, beim Rausholen des Bootes, beim Maststellen und den vielen Kleinigkeiten, die immer anstehen.
Nach über einem Jahr Pause war es die erste Regatta, die Tom und ich zusammen segeln konnten. Nach einem Testlauf im Sommer in Bayern und ausgewählten Läufen während der Deutschen Meisterschaft Anfang September kam von Tom die Meldung: ich traue mir zu, in Koblenz mitzusegeln. Danke an meine Tochter Julia, die dafür an Land geblieben ist.
Die Mosel zeigte sich von einer seglerisch schönen, wenn auch anspruchsvollen Seite und glücklicherweise sind wir von den möglichen leichten Regenfällen verschont geblieben. Die Wettervorhersage versprach Wind. Vor den angekündigten Böen hatte ich ein wenig Respekt, da der Conger in kurzen heftigen Böen durch den Druck in der Fock schwer zu beherrschen ist. Besonders die dritte Wettfahrt war herausfordernd, v.a. da die Böen zu kurz und zu heftig waren, um geordnet die Ausreitgurte nutzen zu können.
Geplant waren für den Samstagnachmittag vier Läufe, jeweils erst mal zwei Runden Up and Down. Der Wind kam aus Südwest die Mosel runter und drehte mal mehr oder weniger, meist nach Westen. Seglerisch war es überraschend, dass wir trotz einiger Kompromisse mithalten konnten und v.a. vor dem Wind Lücken schließen konnten. Da wir vor dem ersten Start auf die übliche Bahnerkundung verzichtet hatten, gab es keinen richtigen Plan. In Folge lernten wir in der ersten Runde, wo die anderen hinfahren und segelten einfach mit. Auf der zweiten Kreuz und vor allem dem zweiten Vorwindkurs kamen wir überraschend bis auf Platz zwei vor, den wir bis ins Ziel halten konnten. Gewonnen haben Michael und Julia aus Hochheim, die die letzte Kreuz ideal angelegt hatten und ihren Vorsprung gekonnt verteidigten.
In der zweiten Wettfahrt konnten wir bereits auf der Zielkreuz zwei Zieher nutzen und waren als Erste am ersten Luvfass. Den Platz konnten wir bis ins Ziel verteidigen, die Freude war groß. Die Pause zwischen Wettfahrt zwei und drei war etwas größer, da zunächst gekenterte Boote geborgen werden mussten. Das kam uns sehr zu Gute. In der dritten Wettfahrt waren wir am Anfang zweimal auf der falschen Seite und mussten bei ein paar Böen das Großsegel öffnen, teilweise war es knapp, v.a. wenn die Schot nicht auf Anhieb aus der Klemme herauswollte. Trotzdem waren wir an der letzten Tonne wieder auf Platz zwei und mussten auf der Zielkreuz v.a. einen in die Schleuse fahrenden Talfahrer beachten. Gewonnen haben diese Wettfahrt Ruth und Alexander.
Dann die Frage: fahren wir die geplante vierte Wettfahrt? Nach reichlicher Überlegung: Ja, jetzt ist der Adrenalinspiegel noch hoch, wir wissen nicht, ob die gesundheitlichen Reserven morgen noch reichen. Bereits auf der Startkreuz merkten wir, wie müde wir waren und haben prompt zweimal gegen die Windkippen gewendet. Wir waren am Luvfass dritte und konnten auf der Vorwindstrecke zu den Führenden, Achim/Marie und Alex/Ruth, aufschließen. Auf der zweiten Kreuz nutzten wir die Kippen etwas besser und konnten eine Flaute vor den Vereinsgelände meiden. In Folge waren wir hinter Marie und Achim zweite. Auf der zweiten Vorwindstrecke sind wir teilweise nebeneinander gesegelt, dank einer Privat-Böe waren Marie und Achim Erste am Leefass und konnten den Vorsprung bis in Ziel verteidigen. Schon auf der Zielkreuz hatten wir überschlagen: mit etwas Glück müssen wir morgen nicht mehr segeln. Als dann das Zwischenergebnis ausgehängt wurde: Ja, wir sind Erste und bleiben es auch.
Den Lauf am Sonntag konnten dann wieder Marie und Achim für sich entscheiden, zweite wurden Ruth und Alex, Dritte Jutta und Marion. Im Gesamtergebnis waren Joachim und Marie-Christin Mai zweite und Alexander Stahl und Ruth Hohl dritte.

Zweitbestes Boot des Post-SV war die Familie Reichwaldt auf Platz 6, die sich erst an die Feinheiten des Congers gewöhnen mussten (Ein Conger segelt nicht, ein Conger congert.).
Jutta Geisler-Sanders und Marion Weigand folgten auf Platz 7 und ich fand es toll, wie sich Julia Meinhard und Andreas Werner am Samstag durch alle 4 Wettfahrten gekämpft haben und im Gesamtergebnis Platz 8 erreichten.

Vielen Dank den Gästen aus Hochheim, Essen und aus dem Westerwald für den Besuch.
