Post-Ruderer bei Regatten

Europäische Rheinregatta 2026

Am Samstag, dem 02.05.2026, fand die 34. Europäische Rheinregatta mit Zielort Bonn statt. Die Ruderer des Post-SV Koblenz waren in diesem Jahr durch Markus Müller, der mit einer Renngemeinschaft aus Berliner und Kölner Ruderkameraden an den Start der 100km Strecke ging, sowie dem Post-SV Masters-Vierer, der die 45km Distanz in Angriff nahm, vertreten.

eurega 2026 100km
Markus Müller (ganz links) mit Renngemeinschaft

Die Mannschaft um Markus Müller, die unter dem Teamnamen „Krümmelmonster“ aus Berlin“ antraten, wartete um 9:00 Uhr zusammen mit den 18 gegnerischen Booten im Schutzhafen St. Goarshausen auf den Start. Kurz darauf ging es dann los auf die 100km Strecke nach Bonn. Gestartet wurden die Doppelvierer mit Steuermann in vorher festgelegter Reihenfolge im Abstand von ca. 20 Sekunden. Die „Krümmelmonster“ durften erst als letzte die Startlinie überqueren. Trotz namhafter Konkurrenz schaffte es die Mannschaft um Markus Müller schon auf der ersten Streckenhälfte alle anderen Boote zu überholen und setzte sich ab dem Braubacher Grund an die Spitze des Feldes. Die Führung war bis zum Ziel nicht mehr ernsthaft in Gefahr und so wurde in Bonn nach 5:22:28 Stunden ein sicherer Gesamtsieg gefeiert. Die Teams „Warp 5“ (Bonn) und „Kekse aus Cannstatt“ (Stuttgart) belegten mit über 15 Minuten Rückstand die Plätze 2 und 3.

Gegen 12:45 Uhr ging es dann in Neuwied für den Master-Vierer „Kowelenzer Buhnenbrecher“ des Post-SV Koblenz mit der Besetzung Hans-Jürgen Schwan, Axel Bartsch, Helmut Müller und Schlagmann Heiko Löwenstein, unterstützt durch Steuermann Hartmut Kosche von der Neuwieder RG, für 45km aufs Wasser in Richtung Bonn. Gestartet wurde in der Altersklasse Männer E (Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre), was für die Koblenzer mit dem Altersdurchschnitt von 64,5 Jahren kein Vorteil war. Der Regattastart erfolgte im Einzelstartmodus, bei dem alle 90 Sekunden ein Boot ins Rennen geht. Die Männer vom Eck waren als Letzte an der Reihe.

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Von links nach rechts: Axel Bartsch, Helmut Müller, Hartmut Kosche, Hans-Jürgen Schwan, Heiko Löwenstein

Bei guten äußeren Bedingungen wurde schon nach wenigen Kilometern der erste Konkurrent überholt. Im Laufe der Regatta gelang das noch bei drei weiteren direkten Gegnern, wobei eine Renngemeinschaft aus Frankfurt, Heidelberg und Wiesbaden den Koblenzern über mehrere Kilometer Paroli bot. Bis zum Ziel in Bonn konnten noch weitere Boote aus anderen Klassen eingefangen werden. Zu einem Unglück kam es fast, als ein Passagierschiff bei Unkel ohne jede Vor- und Umsicht ablegte und beinahe den Post-SV-Vierer sowie drei weitere Ruderboote rammte. Steuermann Hartmut Kosche fuhr trotzdem Kampflinie, so als wollte er mit den Ruderblättern das Moos von den Bojen kratzen. Beim Passieren des Nonnenwerths mussten die Buhnenbrecher dann doch dem hohen Anfangstempo Tribut zollen, die ersten Krämpfe setzten bei der Mannschaft ein. So quälten sich dann die Männer um Steuermann Hartmut Kosche die letzten 11 km bis nach Bonn. Nach der Durchfahrt der Bonner Südbrücke zog Schlagmann Heiko Löwenstein 1000m vor dem Ziel trotzdem noch zu einem letzten Spurt an. Nach 2:25:27 Stunden war das Ziel in Bonn erreicht und wie sich später herausstellte auch der Klassensieg, mit einem Vorsprung von 4:17 Minuten auf die zweitplatzierte Renngemeinschaft aus Frankfurt, Heidelberg und Wiesbaden. Dritter wurde das Team „Rheingau-Express“ aus Eltville.

Sensationellerweise schafften es die „Kowelenzer Buhnenbrecher“ sogar, trotz ihres Durchschnittsalters von 64,5 Jahren, die zweitschnellste Gesamtzeit von 56 Booten, über alle Altersklassen hinweg, zu errudern. Es fehlten nach 45km Renndistanz nur 37 Sekunden auf den Gesamtschnellsten der 45km Strecke, ein Mixed-Vierer der offenen Leistungsklasse, der als Renngemeinschaft aus Stuttgart, Köln und Emscher Wanne-Eickel-Herten an den Start ging. Dabei liest sich die Besetzung diese Mixed-Vierers ein bisschen wie das kleine „Who is Who“ des deutschen Rudersports:

  • Matthias Auer, u. a. Weltrekordhalter im Ergo Rudern auf der Marathondistanz und Weltrekordhalter im Ergo Tandemrudern über 24h
  • Henning Osthoff, u. a. Streckenrekord „Rund um den Genfer See“ 160km und Weltrekordhalter im Ergo Tandemrudern über 24h
  • Hannah Bornschein, u. a. ehem. Deutschlandkader, Sieg beim Rheinmarathon
  • Marion Osthoff, u. a. Sieg beim Rheinmarathon
  • Steuerfrau Eva Hoffmann

Gegen dieses Aufgebot an Spitzenruderern so knapp zu scheitern ist sicher keine Schande, zumal diese altersmäßig die Kinder der Koblenzer Mannschaft hätten sein können. Matthias Auer hat es sich daher nach dem Rennen auch nicht nehmen lassen, den Kowelenzer Buhnenbrechern für diese Leistung zu gratulieren.

Die Siegesserie der Langstreckenruderer des Post-SV Koblenz setzt sich damit auch in diesem Jahr fort und die Europäische Rheinregatta 2026 kann nur als voller Erfolg gewertet werden.

                                                                                               Bericht: Heiko Löwenstein, Fotos: Kerstin Bartsch

Internationaler Marathon auf der Maas 2025

Am Samstag, 18.10.2025, fand die internationale Langstreckenregatta in Lüttich statt. Motiviert durch Markus Müller nahmen die „Kowelenzer Buhnenbrecher“ des Post-SV Koblenz erstmals mit einem eigenen Boot an diesem Rennen teil. Gerudert wurde mit der Besatzung Markus Müller, Hans-Jürgen Schwan, Helmut Müller und Heiko Löwenstein. Gesteuert wurde unser C-Gig Doppelvierer wieder von Hartmut Kosche von der Neuwieder Ruder-Gesellschaft, der uns auch bei dieser anspruchsvollen Regatta ein weiters Mal souverän ins Ziel steuerte.
Der Streckenverlauf führte fünfmal um eine in der Maas befindliche Insel herum, mitten im Zentrum von Lüttich. Eine Umrundung war 9 km lang, was dann eine Gesamtdistanz von 45 km mit 10 Wenden bedeutete. Bei diesem Rennen starteten dieses Jahr etwa 60 Boote, wobei jedes entsprechend des Bootstyps und der Besatzung einen errechneten Zeitvorsprung bekam. Es rudern dort Achter gegen Einer, Renn- gegen Gigboote, Frauen gegen Männer und jung gegen alt. Uns wurde die Startnummer 16 zugeteilt.

lüttich regatta 25

Als wir mit dem Startsignal unser Rennen aufnahmen, hatte der zu dieser Zeit in Führung liegende Einer uns schon fast eingeholt und seine erste Runde beendet. Aber mit hoher Schlagzahl und kräftigen Zügen konnten wir uns schnell wieder absetzen. So nahm das Rennen seinen Lauf und wir schafften es immer wieder, vor uns gestartete Boote zu überholen – unsere Position verbesserte sich von Mal zu Mal. Als unser Steuermann Hartmut nach der ersten vollendeten Runde unsere Zwischenzeit ansagte, konnte sich Markus einen Jubelschrei nicht verkneifen. 36 Minuten für die erste Runde war für unser Boot eine kleine Sensation.
Irgendwann war es dann soweit, dass wir auch nach uns gestartete Boote, die potentiell schneller sein sollten als wir, überholten, und diese damit im Prinzip überrundeten. Unter anderem war sogar ein Achter und ein Renndoppelvierer dabei. Ein Boot, das auf uns aufschloss, war auch nicht zu sehen. Da wussten wir, dass wir nicht schlecht unterwegs waren.
Zum Anfang unserer fünften und letzten Runde konnten wir einen Doppelzweier einholen. Da wir mittlerweile die Übersicht verloren hatten fragte Markus im Vorbeirudern, wie viele Boote noch vor uns seien. „Nur noch eines“ war die Antwort. Allerdings war das der Einer, der uns schon beim Start fast eingeholt hatte, und Seriensieger und Favorit dieses Rennens war. Obwohl wir schon einige Körner auf der Strecke gelassen hatten und unsere Rundenzeiten pro Runde etwa eine halbe Minute langsamer wurden als die jeweils vorherige, gaben wir nochmal alles. Bei etwa Streckenkilometer 40 konnten wir den Führenden dann stellen. Nach kurzem Widerstand gab dieser aber den Kampf gegen uns mit einem resignierten Kopfschütteln auf. Da uns auch kein anderes Boot mehr einholen konnte, ruderten wir einem am Ende souveränen Gesamtsieg entgegen. Der Einer konnte seinen zweiten Platz behaupten.

Mit einer Zeit von etwa 3:04:30 Stunden holten wir sogar die viertschnellste Gesamtzeit heraus. Für einen gesteuerten Gig-Vierer mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren ist das schon aller Ehren wert. Schneller waren nur drei Mannschaften, die jeweils ohne Steuermann fuhren und deren Ruderer im Altersdurchschnitt hätten unsere Söhne sein können. Ein Renndoppelvierer war gut 3 Minuten schneller als wir, ein Gig-Doppelfünfer und ein Gig-Doppelvierer jeweils nur einige Sekunden. So endet die Regattasaison 2025 doch noch sehr erfolgreich und wir können mit Zuversicht dem kommenden Jahr entgegensehen.

Bericht von Heiko Löwenstein

Rheinmarathon 2025

Nachdem bei den Masters-Ruderern des Post-SV Koblenz die Regattasaison unglücklich anfing (der Meldetermin für die Europäische Rheinregatta wurde verpasst und die Langstreckenregatta „Rund um den Kühkopf“ bei Darmstadt fiel wegen Niedrigwasser aus), konnte die Mannschaft am Samstag, dem 04.10.2025, doch noch an einem offiziellen Rennen teilnehmen. Als Saisonhöhepunkt stand wie in den letzten Jahren wieder der Düsseldorfer Rheinmarathon auf dem Programm.

Tags vorher fand schon der Bootstransport nach Köln-Stammheim statt, wo am Bootshaus des RTHC Bayer Leverkusen am Samstagmorgen um 9:12 Uhr der Start für die Männer der Ruderabteilung war. Ziel dieser Marathonregatta ist der 43 km entfernte Ruderclub Germania Düsseldorf.

Wenig ausgeschlafen, aber pünktlich, ging dann am Regattatag unser Boot mit den Ruderern Hans-Jürgen Schwan, Wolfgang Sauerborn, Helmut Müller und Heiko Löwenstein aufs Wasser. Unterstützt wurden wir von der Steuermannlegende Hartmut Kosche von der Neuwieder Ruder-Gesellschaft. Gemeldet waren wir für das Rennen der Klasse Männer Masters G, Doppelvierer gesteuert, in dem wir uns gegen acht konkurrierende Teams zu behaupten hatten, einige auch aus dem europäischen Ausland. Wie jedes Jahr hatten viele Ruderer aus ganz Europa die Mühen der Anreise auf sich genommen, um bei diesem Event starten zu können. Die am stärksten vertretenen Länder waren Schweden mit 43, und Irland mit 37 Aktiven. Die weiteste Anreise hatten wahrscheinlich die Ruderkameraden aus der Türkei. Wir hatten die Startnummer 9 von insgesamt 177 gemeldeten Booten, wobei jedes Boot einzeln im Abstand von etwa 90 Sekunden auf die Strecke ging.

Unser Start erfolgte bei einigermaßen guten Wetterverhältnissen, was sich aber leider bald ändern sollte. Nach wenigen Kilometern konnten wir schon eines der vor uns gestarteten Boote überholen. Unser extra für dieses Rennen von unserem Bootswart Martin Klusch modifizierter Vierer lief gut durchs Wasser und unser intensives Training zahlte sich aus, so dass wir weitere Boote überholen konnten. Aber plötzlich zog dann eine massive Unwetterfront über die Regattastrecke. Platzregen, der die Sicht bis auf 20 m einschränkte flutete unser Boot, so dass wir die Lenzklappen wegen des Regens öffnen mussten. Komplett durchnässt, mussten wir das Boot durch Windböen von bis zu 70 km/h schieben. Das ist so, als würde man gegen eine Wand fahren. Unseren Gegnern ging es natürlich nicht besser. Wir sahen, dass eine Mannschaft zum Ufer steuerte und ihr Boot offensichtlich auf Grund setzte, um dieser Gefahrensituation auszuweichen. Das konnten wir nicht riskieren, da die Vergeltung von unserem Bootswart wahrscheinlich zu grausam gewesen wäre 😊. Also quälten wir uns weiter durch das Unwetter, während der Wind ständig neue Wellen in unser Boot schwappen ließ. Währenddessen wurde am Start das Rennen unterbrochen. Nachdem ein Boot schon vor der Startdurchfahrt durch den Wellengang vollgeschlagen und abgesoffen war, wurden die Starts für etwa 1,5 Stunden ausgesetzt. Dann stellte der Veranstalter den Teams frei, nach eigenem Ermessen das Rennen aufzunehmen. Etwa 20 Mannschaften gingen nicht auf das Wasser. Das alles betraf die Boote, die bereits auf dem Rhein in Richtung Düsseldorf unterwegs waren, selbstverständlich nicht. Wir alle mussten da irgendwie durch. Ein Zurück gab es nicht und helfen konnte uns auch niemand.

Irgendwann ließen dann Wind, Sturmwellen und Regen nach und wir hatten nur noch gegen die Wellen des starken Schiffsverkehrs zu kämpfen. Wir waren nicht abgesoffen, Gott sei Dank. Aber der Wind, der Regen und die Wellen hatten sehr an unseren Kräften gezehrt. Die Energiereserven waren aufgebraucht, so dass einige von uns trotz der schweren sportlichen Anstrengung immer mehr auskühlten, was teilweise körperliche Ausfälle zur Folge hatte. Trotz alldem schafften wir es noch, etwa 5 km vor dem Ziel, ein siebtes Boot zu überholen und knapp als zweite Mannschaft das Ziel in Düsseldorf zu erreichen. Das brachte den in diesem Moment unglaublichen Vorteil mit sich, total durchgefroren und ausgelaugt als erstes unter die wärmende Dusche zu kommen 😉

Bis jetzt ist es mir total schleierhaft, wie unser Steuermann Hartmut es bei diesen extremen Verhältnissen geschafft hat, ohne sich wirklich bewegen oder warmhalten zu können, und ohne zu jammern, zu klagen oder zu fluchen, uns sicher und souverän ins Ziel zu steuern. Allgemein wurden auch vom Veranstalter die Steuerleute für ihre Leistungen gelobt.

Letztendlich hatten wir es dann doch geschafft mit einer Zeit von 2:22:38 Stunden den Klassensieg zu erringen. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierten betrug 3:30 Minuten, was bei dieser Regatta einen Vorsprung von über einem Kilometer entspricht. In der Gesamtwertung erreichten wir den 13. Platz von 177 gemeldeten Booten, 8:39 Minuten hinter dem Gesamtsieger. Von diesen 177 gemeldeten Booten schafften es nur 138 in die Wertung. Die anderen traten wegen der extrem schwierigen Wetterbedingungen nicht an oder überschritten das Zeitlimit. Unser Ergebnis ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass wir in der Altersklasse Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre rudern und die schnelleren Boote alle wesentlich jüngere Mannschaften hatten und erst nach dem Unwetter bei besseren Bedingungen gestartet sind. Auch in der Sonderwertung „Schnellstes deutsches Nicht-Rhein Boot“ konnten wir glänzen. Dritter Platz hinter dem Gesamtsieger und dem Sieger der Altersklasse Männer Masters C.

Der Triumph hier stellt den vierten Sieg in Folge in der jeweiligen Klasse für die Ruderer des Post-SV Koblenz bei diesem Rennen dar.

Getreu nach dem Motto dieser Regatta: „Der Schmerz geht, der Stolz kommt“ freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten Rheinmarathon.

Bericht von Heiko Löwenstein

Hamburger Staffelrudern 2025

Am 21.06.25 nahmen neun Ruderinnen und Ruderer der Ruderabteilung des Post-SV-Koblenz am Staffelrudern auf der Binnen- und Außenalster in Hamburg teil. In einer Renngemeinschaft mit dem RC Dresdenia Hamburg (11 Aktive) waren wir diesmal unterbesetzt, sodass uns der Veranstalter den ARC Münster (13 Aktive) vermittelte. Gemeinsam stellten wir 33 aktive Ruderinnen und Ruderer, womit sich die Rennen gut bestreiten ließen.

Gemeinsames Pastaessen am Vorabend der Regatta

Begonnen hat das Unternehmen Staffelrudern bereits am Freitagabend mit dem obligatorischen Pasta-Essen bei der Dresdenia. Das Wetter hatte es gut gemeint, sodass wir im Freien am Bootshaus direkt neben dem Osterbekkanal essen konnten. Gut gestärkt ließen wir den Abend bei milden Temperaturen noch gemütlich ausklingen. Am Regattatag wurden nach dem Frühstück die zwei C-Gig Doppelvierer mit Steuerperson zum Start am Hamburger und Germania Ruder Club auf die Außenalster gerudert. Aus Koblenz brachten wir unsere Monheim mit, das zweite Boot stellte die Dresdenia. Der RC Favorite Hammonia Hamburg (auch Fari genannt) war als Nachbarverein wieder mit eingebunden, sodass wieder einige Teams, darunter auch unser Team, von dort aufs Wasser gingen. Direkt vor dem Gelände der Fari hatten wir unter einem großen schattigen Baum unser Lager aufgeschlagen. Das war unsere Anlaufstelle während der Regatta, um uns zwischen den Rennen zu stärken und auch zu ruhen.

Die Rennen wurden in 3 Klassen eingeteilt, je nach Mannschaftsstärke. Pünktlich um 11:00 Uhr gingen die ersten Boote auf die ca. 3 km lange Strecke. Die beiden Mannschaften, die unsere Boote zum Start ruderten, gingen als erstes an den Start. Dieses Jahr war es den ganzen Tag sehr sonnig und warm, sodass es anders als letztes Jahr, keine Unterbrechung durch Schlechtwetter gab. Bei 33° Celsius kamen wir jedoch alle schnell ins Schwitzen, was eine Extrembelastung für den Körper darstellte und eine ausreichende Flüssigkeits- und Nähstoffzufuhr notwendig machte. Die Anzahl der Teams wurde diesmal auf 25 beschränkt. Dadurch war der Betrieb auf dem Wasser deutlich angenehmer als letztes Jahr mit 30 Teams. Aber auch so konnte es manchmal ziemlich eng werden während der Rennen. Außer ein paar leichten „Feindberührungen“ passierte aber nichts.

Post-SV Ruderer und Ruderinnen im Koblenzer Gig-Boot Monheim auf der Außenalster

Anhand einer Liste wurden fortlaufend die nächsten Bootsmannschaften unseres Teams festgelegt. So konnte jeder sehen, wann er wieder an den Start ging. Bei anderen Teams wurden des Öfteren die Ruderinnen und Ruderer gesucht, welche an den Start gehen sollten. In unserem Team hat alles gut und reibungslos funktioniert, sodass wir alle immer rechtzeitig am Start waren und kein Zeitverlust entstand. Um 19:00 Uhr endete die Regatta. Die Boote, die gerade noch gestartet oder noch unterwegs waren, durften ihre Runde noch zu Ende rudern.

Die Mannschaft des Hamburger Staffelrudern 2025

Das Siegerteam hatte 40 Runden geschafft mit einer Rundenzeit von durchschnittlich 11:57 Minuten. Mit unserer Renngemeinschaft hatten wir 35 Runden geschafft mit einer Rundenzeit von durchschnittlich 13:42 Minuten. Für eine vordere Platzierung hat das nicht gereicht. In unserer Klasse hatten wir von 12 Teams den 10. Platz belegt. Im Gesamtklassement war das der 19. Platz.

Aber am Ende hat es dank toller und motivierter Ruderinnen und Ruderer wieder allen großen Spaß gemacht. Die Renngemeinschaft hat gut zusammengearbeitet, Mannschaften wurden bunt gemischt und alles lief reibungslos ab. Nach den Rennen ruderten wir unsere Boote wieder zurück zum Bootshaus der Dresdenia. Nachdem die Boote versorgt wurden und wir uns alle frisch gemacht hatten, ließen wir den Regattatag wieder in großer Runde draußen mit Pizza und Getränken gemütlich ausklingen. Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück wieder auf die Heimreise. Es war wieder ein gelungenes Rennwochenende.

Ein großer Dank für das gelungene Rennwochenende geht an unser ehemaliges Abteilungsmitglied Wolli, der sich selbst nach Wegzug in den Norden, weiterhin für unsere Abteilung einsetzt und mit uns gemeinsam Rennen bestreitet.

Bericht von Wolfgang Sauerborn und Nina Henning

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