Internationaler Marathon auf der Maas 2025
Am Samstag, 18.10.2025, fand die internationale Langstreckenregatta in Lüttich statt. Motiviert durch Markus Müller nahmen die „Kowelenzer Buhnenbrecher“ des Post-SV Koblenz erstmals mit einem eigenen Boot an diesem Rennen teil. Gerudert wurde mit der Besatzung Markus Müller, Hans-Jürgen Schwan, Helmut Müller und Heiko Löwenstein. Gesteuert wurde unser C-Gig Doppelvierer wieder von Hartmut Kosche von der Neuwieder Ruder-Gesellschaft, der uns auch bei dieser anspruchsvollen Regatta ein weiters Mal souverän ins Ziel steuerte.
Der Streckenverlauf führte fünfmal um eine in der Maas befindliche Insel herum, mitten im Zentrum von Lüttich. Eine Umrundung war 9 km lang, was dann eine Gesamtdistanz von 45 km mit 10 Wenden bedeutete. Bei diesem Rennen starteten dieses Jahr etwa 60 Boote, wobei jedes entsprechend des Bootstyps und der Besatzung einen errechneten Zeitvorsprung bekam. Es rudern dort Achter gegen Einer, Renn- gegen Gigboote, Frauen gegen Männer und jung gegen alt. Uns wurde die Startnummer 16 zugeteilt.

Als wir mit dem Startsignal unser Rennen aufnahmen, hatte der zu dieser Zeit in Führung liegende Einer uns schon fast eingeholt und seine erste Runde beendet. Aber mit hoher Schlagzahl und kräftigen Zügen konnten wir uns schnell wieder absetzen. So nahm das Rennen seinen Lauf und wir schafften es immer wieder, vor uns gestartete Boote zu überholen – unsere Position verbesserte sich von Mal zu Mal. Als unser Steuermann Hartmut nach der ersten vollendeten Runde unsere Zwischenzeit ansagte, konnte sich Markus einen Jubelschrei nicht verkneifen. 36 Minuten für die erste Runde war für unser Boot eine kleine Sensation.
Irgendwann war es dann soweit, dass wir auch nach uns gestartete Boote, die potentiell schneller sein sollten als wir, überholten, und diese damit im Prinzip überrundeten. Unter anderem war sogar ein Achter und ein Renndoppelvierer dabei. Ein Boot, das auf uns aufschloss, war auch nicht zu sehen. Da wussten wir, dass wir nicht schlecht unterwegs waren.
Zum Anfang unserer fünften und letzten Runde konnten wir einen Doppelzweier einholen. Da wir mittlerweile die Übersicht verloren hatten fragte Markus im Vorbeirudern, wie viele Boote noch vor uns seien. „Nur noch eines“ war die Antwort. Allerdings war das der Einer, der uns schon beim Start fast eingeholt hatte, und Seriensieger und Favorit dieses Rennens war. Obwohl wir schon einige Körner auf der Strecke gelassen hatten und unsere Rundenzeiten pro Runde etwa eine halbe Minute langsamer wurden als die jeweils vorherige, gaben wir nochmal alles. Bei etwa Streckenkilometer 40 konnten wir den Führenden dann stellen. Nach kurzem Widerstand gab dieser aber den Kampf gegen uns mit einem resignierten Kopfschütteln auf. Da uns auch kein anderes Boot mehr einholen konnte, ruderten wir einem am Ende souveränen Gesamtsieg entgegen. Der Einer konnte seinen zweiten Platz behaupten.
Mit einer Zeit von etwa 3:04:30 Stunden holten wir sogar die viertschnellste Gesamtzeit heraus. Für einen gesteuerten Gig-Vierer mit einem Durchschnittsalter von 59 Jahren ist das schon aller Ehren wert. Schneller waren nur drei Mannschaften, die jeweils ohne Steuermann fuhren und deren Ruderer im Altersdurchschnitt hätten unsere Söhne sein können. Ein Renndoppelvierer war gut 3 Minuten schneller als wir, ein Gig-Doppelfünfer und ein Gig-Doppelvierer jeweils nur einige Sekunden. So endet die Regattasaison 2025 doch noch sehr erfolgreich und wir können mit Zuversicht dem kommenden Jahr entgegensehen.
Bericht von Heiko Löwenstein
Rheinmarathon 2025

Nachdem bei den Masters-Ruderern des Post-SV Koblenz die Regattasaison unglücklich anfing (der Meldetermin für die Europäische Rheinregatta wurde verpasst und die Langstreckenregatta „Rund um den Kühkopf“ bei Darmstadt fiel wegen Niedrigwasser aus), konnte die Mannschaft am Samstag, dem 04.10.2025, doch noch an einem offiziellen Rennen teilnehmen. Als Saisonhöhepunkt stand wie in den letzten Jahren wieder der Düsseldorfer Rheinmarathon auf dem Programm.
Tags vorher fand schon der Bootstransport nach Köln-Stammheim statt, wo am Bootshaus des RTHC Bayer Leverkusen am Samstagmorgen um 9:12 Uhr der Start für die Männer der Ruderabteilung war. Ziel dieser Marathonregatta ist der 43 km entfernte Ruderclub Germania Düsseldorf.
Wenig ausgeschlafen, aber pünktlich, ging dann am Regattatag unser Boot mit den Ruderern Hans-Jürgen Schwan, Wolfgang Sauerborn, Helmut Müller und Heiko Löwenstein aufs Wasser. Unterstützt wurden wir von der Steuermannlegende Hartmut Kosche von der Neuwieder Ruder-Gesellschaft. Gemeldet waren wir für das Rennen der Klasse Männer Masters G, Doppelvierer gesteuert, in dem wir uns gegen acht konkurrierende Teams zu behaupten hatten, einige auch aus dem europäischen Ausland. Wie jedes Jahr hatten viele Ruderer aus ganz Europa die Mühen der Anreise auf sich genommen, um bei diesem Event starten zu können. Die am stärksten vertretenen Länder waren Schweden mit 43, und Irland mit 37 Aktiven. Die weiteste Anreise hatten wahrscheinlich die Ruderkameraden aus der Türkei. Wir hatten die Startnummer 9 von insgesamt 177 gemeldeten Booten, wobei jedes Boot einzeln im Abstand von etwa 90 Sekunden auf die Strecke ging.
Unser Start erfolgte bei einigermaßen guten Wetterverhältnissen, was sich aber leider bald ändern sollte. Nach wenigen Kilometern konnten wir schon eines der vor uns gestarteten Boote überholen. Unser extra für dieses Rennen von unserem Bootswart Martin Klusch modifizierter Vierer lief gut durchs Wasser und unser intensives Training zahlte sich aus, so dass wir weitere Boote überholen konnten. Aber plötzlich zog dann eine massive Unwetterfront über die Regattastrecke. Platzregen, der die Sicht bis auf 20 m einschränkte flutete unser Boot, so dass wir die Lenzklappen wegen des Regens öffnen mussten. Komplett durchnässt, mussten wir das Boot durch Windböen von bis zu 70 km/h schieben. Das ist so, als würde man gegen eine Wand fahren. Unseren Gegnern ging es natürlich nicht besser. Wir sahen, dass eine Mannschaft zum Ufer steuerte und ihr Boot offensichtlich auf Grund setzte, um dieser Gefahrensituation auszuweichen. Das konnten wir nicht riskieren, da die Vergeltung von unserem Bootswart wahrscheinlich zu grausam gewesen wäre 😊. Also quälten wir uns weiter durch das Unwetter, während der Wind ständig neue Wellen in unser Boot schwappen ließ. Währenddessen wurde am Start das Rennen unterbrochen. Nachdem ein Boot schon vor der Startdurchfahrt durch den Wellengang vollgeschlagen und abgesoffen war, wurden die Starts für etwa 1,5 Stunden ausgesetzt. Dann stellte der Veranstalter den Teams frei, nach eigenem Ermessen das Rennen aufzunehmen. Etwa 20 Mannschaften gingen nicht auf das Wasser. Das alles betraf die Boote, die bereits auf dem Rhein in Richtung Düsseldorf unterwegs waren, selbstverständlich nicht. Wir alle mussten da irgendwie durch. Ein Zurück gab es nicht und helfen konnte uns auch niemand.
Irgendwann ließen dann Wind, Sturmwellen und Regen nach und wir hatten nur noch gegen die Wellen des starken Schiffsverkehrs zu kämpfen. Wir waren nicht abgesoffen, Gott sei Dank. Aber der Wind, der Regen und die Wellen hatten sehr an unseren Kräften gezehrt. Die Energiereserven waren aufgebraucht, so dass einige von uns trotz der schweren sportlichen Anstrengung immer mehr auskühlten, was teilweise körperliche Ausfälle zur Folge hatte. Trotz alldem schafften wir es noch, etwa 5 km vor dem Ziel, ein siebtes Boot zu überholen und knapp als zweite Mannschaft das Ziel in Düsseldorf zu erreichen. Das brachte den in diesem Moment unglaublichen Vorteil mit sich, total durchgefroren und ausgelaugt als erstes unter die wärmende Dusche zu kommen 😉
Bis jetzt ist es mir total schleierhaft, wie unser Steuermann Hartmut es bei diesen extremen Verhältnissen geschafft hat, ohne sich wirklich bewegen oder warmhalten zu können, und ohne zu jammern, zu klagen oder zu fluchen, uns sicher und souverän ins Ziel zu steuern. Allgemein wurden auch vom Veranstalter die Steuerleute für ihre Leistungen gelobt.
Letztendlich hatten wir es dann doch geschafft mit einer Zeit von 2:22:38 Stunden den Klassensieg zu erringen. Der Vorsprung auf die Zweitplatzierten betrug 3:30 Minuten, was bei dieser Regatta einen Vorsprung von über einem Kilometer entspricht. In der Gesamtwertung erreichten wir den 13. Platz von 177 gemeldeten Booten, 8:39 Minuten hinter dem Gesamtsieger. Von diesen 177 gemeldeten Booten schafften es nur 138 in die Wertung. Die anderen traten wegen der extrem schwierigen Wetterbedingungen nicht an oder überschritten das Zeitlimit. Unser Ergebnis ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass wir in der Altersklasse Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre rudern und die schnelleren Boote alle wesentlich jüngere Mannschaften hatten und erst nach dem Unwetter bei besseren Bedingungen gestartet sind. Auch in der Sonderwertung „Schnellstes deutsches Nicht-Rhein Boot“ konnten wir glänzen. Dritter Platz hinter dem Gesamtsieger und dem Sieger der Altersklasse Männer Masters C.
Der Triumph hier stellt den vierten Sieg in Folge in der jeweiligen Klasse für die Ruderer des Post-SV Koblenz bei diesem Rennen dar.
Getreu nach dem Motto dieser Regatta: „Der Schmerz geht, der Stolz kommt“ freuen wir uns schon jetzt auf den nächsten Rheinmarathon.
Bericht von Heiko Löwenstein
Hamburger Staffelrudern 2025
Am 21.06.25 nahmen neun Ruderinnen und Ruderer der Ruderabteilung des Post-SV-Koblenz am Staffelrudern auf der Binnen- und Außenalster in Hamburg teil. In einer Renngemeinschaft mit dem RC Dresdenia Hamburg (11 Aktive) waren wir diesmal unterbesetzt, sodass uns der Veranstalter den ARC Münster (13 Aktive) vermittelte. Gemeinsam stellten wir 33 aktive Ruderinnen und Ruderer, womit sich die Rennen gut bestreiten ließen.

Begonnen hat das Unternehmen Staffelrudern bereits am Freitagabend mit dem obligatorischen Pasta-Essen bei der Dresdenia. Das Wetter hatte es gut gemeint, sodass wir im Freien am Bootshaus direkt neben dem Osterbekkanal essen konnten. Gut gestärkt ließen wir den Abend bei milden Temperaturen noch gemütlich ausklingen. Am Regattatag wurden nach dem Frühstück die zwei C-Gig Doppelvierer mit Steuerperson zum Start am Hamburger und Germania Ruder Club auf die Außenalster gerudert. Aus Koblenz brachten wir unsere Monheim mit, das zweite Boot stellte die Dresdenia. Der RC Favorite Hammonia Hamburg (auch Fari genannt) war als Nachbarverein wieder mit eingebunden, sodass wieder einige Teams, darunter auch unser Team, von dort aufs Wasser gingen. Direkt vor dem Gelände der Fari hatten wir unter einem großen schattigen Baum unser Lager aufgeschlagen. Das war unsere Anlaufstelle während der Regatta, um uns zwischen den Rennen zu stärken und auch zu ruhen.
Die Rennen wurden in 3 Klassen eingeteilt, je nach Mannschaftsstärke. Pünktlich um 11:00 Uhr gingen die ersten Boote auf die ca. 3 km lange Strecke. Die beiden Mannschaften, die unsere Boote zum Start ruderten, gingen als erstes an den Start. Dieses Jahr war es den ganzen Tag sehr sonnig und warm, sodass es anders als letztes Jahr, keine Unterbrechung durch Schlechtwetter gab. Bei 33° Celsius kamen wir jedoch alle schnell ins Schwitzen, was eine Extrembelastung für den Körper darstellte und eine ausreichende Flüssigkeits- und Nähstoffzufuhr notwendig machte. Die Anzahl der Teams wurde diesmal auf 25 beschränkt. Dadurch war der Betrieb auf dem Wasser deutlich angenehmer als letztes Jahr mit 30 Teams. Aber auch so konnte es manchmal ziemlich eng werden während der Rennen. Außer ein paar leichten „Feindberührungen“ passierte aber nichts.

Anhand einer Liste wurden fortlaufend die nächsten Bootsmannschaften unseres Teams festgelegt. So konnte jeder sehen, wann er wieder an den Start ging. Bei anderen Teams wurden des Öfteren die Ruderinnen und Ruderer gesucht, welche an den Start gehen sollten. In unserem Team hat alles gut und reibungslos funktioniert, sodass wir alle immer rechtzeitig am Start waren und kein Zeitverlust entstand. Um 19:00 Uhr endete die Regatta. Die Boote, die gerade noch gestartet oder noch unterwegs waren, durften ihre Runde noch zu Ende rudern.

Das Siegerteam hatte 40 Runden geschafft mit einer Rundenzeit von durchschnittlich 11:57 Minuten. Mit unserer Renngemeinschaft hatten wir 35 Runden geschafft mit einer Rundenzeit von durchschnittlich 13:42 Minuten. Für eine vordere Platzierung hat das nicht gereicht. In unserer Klasse hatten wir von 12 Teams den 10. Platz belegt. Im Gesamtklassement war das der 19. Platz.
Aber am Ende hat es dank toller und motivierter Ruderinnen und Ruderer wieder allen großen Spaß gemacht. Die Renngemeinschaft hat gut zusammengearbeitet, Mannschaften wurden bunt gemischt und alles lief reibungslos ab. Nach den Rennen ruderten wir unsere Boote wieder zurück zum Bootshaus der Dresdenia. Nachdem die Boote versorgt wurden und wir uns alle frisch gemacht hatten, ließen wir den Regattatag wieder in großer Runde draußen mit Pizza und Getränken gemütlich ausklingen. Am Sonntag ging es dann nach dem Frühstück wieder auf die Heimreise. Es war wieder ein gelungenes Rennwochenende.
Ein großer Dank für das gelungene Rennwochenende geht an unser ehemaliges Abteilungsmitglied Wolli, der sich selbst nach Wegzug in den Norden, weiterhin für unsere Abteilung einsetzt und mit uns gemeinsam Rennen bestreitet.
Bericht von Wolfgang Sauerborn und Nina Henning
Rheinmarathon 2024

Am Samstag, 5. Oktober 2024, traten die Ruderer des Post-SV Koblenz in der Besetzung Hans Jürgen Schwan, André Lehmann, Heiko Löwenstein, Wolfgang Sauerborn mit Steuerfrau Susann Preiß zum 53. Düsseldorfer Rheinmarathon an. Die Strecke führte vom Vereinsgelände des RTHC Bayer Leverkusen in Köln Stammheim über 42,9 km nach Düsseldorf, zum dortigen Ruderclub Germania.
Bei guten äußeren Bedingungen fuhren wir morgens zeitig mit dem PKW vom Vereinsheim Rohrerhof zum Start in Köln. Unser Boot hatten die Kameraden aus Neuwied schon vorher nach Köln transportiert. Dort wurde dann das Boot für unser Rennen vorbereitet.
Um kurz vor 10 Uhr wurden wir dann durch den Streckensprecher mit: „Der glorreiche Postsportverein Koblenz“ an den Start gerufen. Und diese Wortwahl hat er beim zweiten Aufruf tatsächlich nochmal wiederholt. Offensichtlich war es ihm nicht entgangen, dass wir in den vergangenen zwei Jahren unsere Klasse (Männer Masters E, Mindestdurchschnittsalter 55, Doppelvierer gesteuert) gewonnen hatten. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Allerdings waren aufgrund der vergangenen Erfolge die Erwartungen (vor allem unsere eigenen) an uns hochgesteckt. Ein Sieg sollte es werden!
Jedes Boot wurde einzeln gestartet, im Abstand von jeweils 1½ Minuten. Bei insgesamt 164 Booten zogen sich dann die Starts von 9 Uhr bis ca. 13:15 Uhr hin.
In unserer Klasse hatten wir neben einigen deutschen Mannschaften noch drei Teams aus den Niederlanden und eines aus Irland als Gegner.
Doch schon nach drei Kilometern hatten wir ein großes Problem. Ein zu Tal fahrendes Frachtschiff, das wir schon überholt hatten, versperrte uns dann doch noch den Bereich des Flusses, an dem wir auf die andere Rheinseite zu queren hatten. Also mussten wir „Ruder halt“ machen und warten, bis uns das Frachtschiff wiederum passiert hatte, um dann erst hinter diesem zu queren. So hatten wir schon zu Beginn des Rennens 1 bis 2 Minuten verloren.
Als es endlich wieder im Renntempo weiter ging war keines der vor uns gestarteten Boote mehr zu sehen. Wenigstens waren wir von einem der später gestarteten Teams während dieses Manövers nicht überholt worden.
So ging es dann mehr oder weniger frustriert, aber mit aller Kraft, auf die 40 km bis zum Ziel. Bei gutem Wetter, nur gestört von den manchmal sehr hohen Wellen vieler uns entgegenkommender Schiffe, schafften wir es, bis Düsseldorf doch noch zwei Ruderboote zu überholen. In den vergangen zwei Jahren gelang uns dies allerdings jeweils bei sieben oder acht Booten. Die Vorzeichen für eine gute Platzierung standen also nicht gut.
Lange nachdem das Boot schon wieder auf den Anhänger verladen war und wir uns frisch gemacht hatten, wurden endlich die Ergebnislisten ausgehängt. Unglaublicherweise hatten wir tatsächlich noch mit einer Zeit von 2:10:59 Stunden gewonnen, mit einem Abstand auf den Zweitplatzierten von über 1½ Minuten.
Sensationell! Der Hattrick war geschafft! Drei Jahre in Folge konnten wir in unserer Klasse den Rheinmarathon gewinnen!
Im Gesamtergebnis erreichten wir den 17. Platz. Ohne unser Missgeschick zu Rennbeginn hätten wir vielleicht noch die Top Ten erreichen können.
Nach Rennschluss wurde noch bekannt gegeben, dass der diesjährige Rheinmarathon insgesamt der schnellste aller Zeiten war, und ein neuer Streckenrekord aufgestellt wurde, in dem ein Boot erstmals knapp unter der 2-Stunden-Marke blieb. Unsere Siegerzeit stellt auch den neuen inoffiziellen Streckenrekord in unserer Klasse dar.
Wir werden leider keine Chance mehr haben, unsere Siegesserie fortzusetzen, da André und Wolfgang das schöne Koblenz verlassen werden. Der Rest der Mannschaft wünscht ihnen alles Gute. Aber vielleicht finden sich ja neue motivierte Leute zusammen, die ebenfalls mal Lust haben eine Regatta zu bestreiten.
Bericht von Heiko Löwenstein
Europäische Rheinregatta 2024
Am Samstag dem 4. Mai 2024 fand die diesjährige Europäische-Rhein-Regatta „EUREGA“ statt. Eine Langstreckenregatta, die für uns Ruderer vom Post SV Koblenz über die Distanz von 45 km von Neuwied nach Bonn führte. Wobei hier noch angemerkt werden muss, dass dies nur die kurze Distanz war. Die wirklich lange Strecke dieser Regatta führt über 100 km von St. Goar bis zum Ziel nach Bonn.
In der Besetzung Hans-Jürgen Schwan, André Lehmann, Heiko Löwenstein, Wolfgang Sauerborn und Steuerfrau Susann Preiß ging es an den Start.
Nachdem wir schon am Mittwoch vorher unser Boot nach Neuwied gerudert hatten, konnten wir es am Regattatag relativ ruhig angehen lassen. Wir trafen uns morgens am Bootshaus, von wo aus ein Teil der Mannschaft mit dem Auto nach Neuwied zum Start fuhr und das Boot für das Rennen fertig machte. André fuhr unterdessen ein zweites Auto nach Bonn zum Zielort, wo es uns dann später zur Rückfahrt diente.
Bei guten äußeren Bedingungen ging es dann im Laufe des Morgens aufs Wasser. Wir traten an in der Klasse Männer Masters D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre), Doppelvierer gesteuert. Eigentlich hätten wir in der Klasse Masters E (MDA 55 Jahre) starten können, aber wohl aus organisatorischen Gründen wurden diese zwei Altersklassen zusammengelegt. Was sich, wie sich später zeigte, für uns etwas unglücklich sein sollte.
Bei dieser Regatta startet jedes Boot einzeln, und am Ende werden die Zeiten verglichen. Wir ruderten zügig, aber nicht besonders schnell los, um uns die Kräfte für dieses lange Rennen einzuteilen. So kam es dann, dass wir schon wenige hundert Meter nach dem Start von dem nach uns gestarteten Boot der Wiesbadener Renngemeinschaft überholt wurden. Das waren wir nun gar nicht gewohnt: überholt zu werden, und dann noch von einem direkten Gegner der eigenen Klasse!
Aber egal, dachten wir uns, „die kriegen wir schon noch“, im Vertrauen auf unsere Ausdauerfähigkeit.
So nahm das Rennen seinen Lauf, und wir konnten einige andere Boote auf der Strecke überholen. Nur die Ruderer aus Wiesbaden waren nicht dabei. Nach etwa einer Stunde fragte ich dann unsere Steuerfrau Susann, wo denn die Wiesbadener wären. Als die Antwort kam: „Ich kann sie nicht mehr sehen“, war mir klar: „Mist, die Jungs hatten uns den Schneid abgekauft!“
Nach einem ordentlichen Rennen kamen wir dann mit einer Zeit von 2:14:49 Stunden in Bonn an.
Nach dem Einlauf aller Boote im Ziel stellten wir fest, dass wir im Gesamtklassement einen hervorragenden 3. Platz von insgesamt 60 gestarteten Mannschaften belegt hatten. Nur ein Boot der offenen Klasse war 8 Sekunden schneller als wir, und eben die besagten Kameraden aus Wiesbaden, die mit einer Zeit von 2:13:55 Stunden den Gesamtsieg errangen, und somit natürlich auch den Sieg in unserer Altersklasse.
Sie hatten es sich verdient.
Naja, C’est la vie. Es ist uns wohl nicht vergönnt einen ersten Platz bei der EUREGA zu belegen. Obwohl ich das uns wirklich mal gegönnt hätte 😊 Im Vorjahr waren wir in unserer Altersklasse ebenfalls Zweiter. Ohne die Zusammenlegung der Altersklassen hätte es heuer klappen können, da die Wiesbadener doch noch ein paar Jahre jünger waren als wir. Aber in drei Jahren, wenn wir die Klasse Masters F (MDA 60 Jahre) fahren können, rechne ich uns ganz gute Chancen aus 😉
In diesem Sinne Riemen- und Dollenbruch.
Bericht von Heiko Löwenstein
Rheinmarathon 2023

Am 7. Oktober 2023 war es wieder soweit: Der 52. Düsseldorfer Rheinmarathon des Ruderclub Germania Düsseldorf stand auf dem Plan der Ruderer des Post SV Koblenz. Ein Boot der Mastersklasse Männer E (Mindestdurchschnittsalter 55), Doppelvierer mit Steuermann, mit der altbewährten Besatzung Hans-Jürgen Schwan, André Lehmann, Heiko Löwenstein, Wolfgang Sauerborn und Kevin Jewell an den Steuerleinen, ging in Köln an den Start der 42,8 km langen Strecke nach Düsseldorf.
Schon am Mittwoch vor dem Rennen ruderten wir zu den Kameraden nach Neuwied, die unser Boot dankenswerterweise wieder einmal auf ihrem Anhänger nach Köln-Stammheim, dem Startort, mitnahmen. Am Regattatag trafen wir uns um sechs Uhr in der Früh am Vereinsheim Rohrerhof, weil unser Start schon gegen 9:30 Uhr geplant war. In Köln angekommen, musste das Boot noch aufgeriggert und startklar gemacht werden. Bei guten Bedingungen konnten wir pünktlich loslegen. Der Start bei dieser Regatta erfolgt einzeln und fliegend. Etwa alle 90 Sekunden, zwischen 9 und 13 Uhr, wurde eines der 161 teilnehmenden Boote auf die Strecke geschickt. Das Teilnehmerfeld war sehr international besetzt. In unserer Klasse mussten wir, neben zahlreichen deutschen Mannschaften, auch gegen Boote aus den Niederlanden, Großbritannien und Schweden antreten. Ich weiß nicht genau, wie viele und welche Länder dort insgesamt vertreten waren, aber die weiteste Anreise hatten wahrscheinlich die Mannschaften aus Spanien und der Türkei.
Der Wettergott war uns im Gegensatz zum vergangenen Jahr gnädig gesonnen. Bei relativ ruhigem Wasser konnten wir drei Boote, die kurz nach uns gestartet waren, auf Distanz halten und später abhängen. Unser Boot lief offensichtlich recht gut durch die dieses Mal nicht allzu hohen Wellen, so dass wir es schafften im Verlauf des Rennens insgesamt acht vor uns gestartete Boote zu überholen. Sogar ein vor uns fahrendes Frachtschiff konnten wir ohne große Probleme passieren und hinter uns lassen. Als wir nach 2:22:59 Stunden die Ziellinie bei Stromkilometer 738 überqueren konnten, mussten wir erst einmal abwarten, welche Zeiten unsere Gegner errudert hatten. Nur eines war klar: Letzter konnten wir nicht sein.
Während des Abriggerns, bei dem wir von unserem Steuermann Kevin mit Altbier versorgt und am Leben gehalten wurden, und dem Verladen des Bootes, ist öfter einer von uns nach den Ergebnislisten schauen gegangen. Als das letzte Boot unseres Rennens dann im Ziel war, stand fest: wir hatten die bis dahin schnellste Zeit erreicht und somit unsere Klasse gewonnen. Der Triumph vom Vorjahr wurde wiederholt. Mit knapp zweieinhalb Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Super! Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Boote der nach uns gestarteten jüngeren und schnelleren Bootsklassen ins Ziel. Als das Rennen der Altersklasse MDA 50 durch war, hatten wir noch immer die schnellste Streckenzeit, und hätten auch dieses Rennen mit anderthalb Minuten Vorsprung gewonnen.
Sogar in der jüngsten Mastersklasse bei dieser Regatta, MDA 43, hätte unsere Zeit für den zweiten Platz gereicht. Sensationell!
Im Gesamtergebnis waren wir das siebtschnellste Boot aller 161 gestarteten.
Alle Erwartungen waren mehr als erfüllt. Getreu dem offiziellen Motto dieser Veranstaltung: „Der Schmerz geht und der Stolz kommt“, kann ich garantieren: Genauso ist es. Und man muss gewiss nicht gewinnen, um dieses Gefühl zu erleben. Wer diese Rennen überhaupt fährt, kann zu Recht auf jede Platzierung stolz sein. Und jetzt, zwei Tage nach der Regatta, wo ich das hier schreibe, tut auch mir noch kaum etwas weh 😊
Bericht von Heiko Löwenstein
Hamburger Staffelrudern 2023

Obwohl ich in meinem sehr langen Rudererleben schon an vielen Ruderwettkämpfen teilgenommen habe, war es für mich die erste Teilnahme am Staffelrudern am 17. Juni. Was ist das Staffelrudern? Beim Staffelrudern treten mehrere Ruderteams, die aus ca. 25- 40 Ruder*innen aus einem oder mehreren Vereinen bestehen, gegeneinander an. Dieses Jahr waren es 25 Teams, die jeweils versuchten die meisten Runden auf dem Kurs über die Innen- und Außenalster in den 8 Stunden Wettkampfzeit zurückzulegen. Dabei ist jeweils ein Boot des Teams auf der Strecke, in einem zweiten macht sich eine andere Mannschaft fertig, die dann auf den Rundkurs geht, wenn das vorherige die Ziellinie überfahren hat und so geht es dann immer weiter, 8 Stunden lang.
Im letzten Jahr hatte das Team aus Koblenz (Postler und Rhenanen) nicht genügend Ruderinnen und Ruderer, um das Pensum allein zu bewältigen. Ebenso war der RC Dresdenia Hamburg unterbesetzt und der Veranstalter vermittelte zwischen den Vereinen, so dass diese dann als ein Team gemeinsam an den Start gingen. Dieses Jahr hatten sich leider auch wieder nur 11 Koblenzer (3 Rhenanen, 7 Postler und Mirjam, ex-Postler und seit mehreren Jahren in Hamburg lebend) Interesse gezeigt teilzunehmen und so wurde wieder Kontakt mit der Dresdenia aufgenommen und ein gemeinsames Team gebildet. Dieser Zusammenschluss hat den Vorteil, dass, wer wollte, auch im Bootshaus der Dresdenia mit seiner Matte und Schlafsack übernachten konnte. Außerdem hatten die Hamburger wieder am Vorabend ein Pasta-Essen vorbereitet. Hier konnten dann noch die Energiespeicher gefüllt werden.
Am Morgen des Wettkampfs ruderten dann 8 ‚Koblenzer*innen‘ mit 2 Hamburger Steuerfrauen die beiden Booten der Dresdenia, die zum Staffelrudern vorgesehen waren, vom Bootshaus der Dresdenia am Osterbekkanal zum Ruder-Club Favorite Hammonia, der direkt am Start gelegen ist und wo die Ruderkamerad*innen der Dresdenia ein Zelt mit Bänken aufgeschlagen hatten, in dem man Schutz vor Sonne finden und sich zwischendurch etwas erholen konnte. Dort wurden dann auch die ersten Mannschaften festgelegt. Rechtzeitig vor dem Start um 11:00 Uhr ging dann die erste Mannschaft aufs Wasser und nachdem dann das erste Boote gestartet war, machte sich die zweite Mannschaft fertig. So zogen dann alle Boote mehr oder weniger schnell in verschiedenen Besetzungen ihre Runden. Gegen 15:00 Uhr zog dann ein Gewitter auf und in der Folge setzte Starkregen ein und der Wettkampf wurde für eine Stunde unterbrochen. Bei der Neuaufnahme des Rennens gingen dann die Teams in der Reihenfolge der aktuellen Platzierung wieder auf die nächste Runde. Da bei den Teilnehmer*innen der Dresdenia viele Ruderneulinge dabei waren, war nicht mit einer Platzierung in dem vorderen Bereich zu rechnen. Am Ende belegten wir dann mit 29 Runden den 18. Platz. Berücksichtigt man, dass das Siegerteam, bestehend aus vielen kräftigen Leistungsruder*innen, 33 Runden zurücklegte, war der Abstand dann doch nicht so groß. Anschließend ruderten wir wieder die Boote zurück zum Bootshaus der Dresdenia, wo wir dann noch bis tief in die Nacht den Regattatag ausklingen ließen.
Bericht von Hans-Jürgen Schwan
Rund um den Kühkopf 2023
Am 3. Juni fand wieder die Langstreckenregatta rund um den Kühkopf des RC Neptun Darmstadt statt. Die Ruderer des Post SV Koblenz waren vertreten durch ein Boot mit der Besetzung Wolfgang Sauerborn, Heiko Löwenstein, André Lehmann, Hans-Jürgen Schwan und Steuerfrau Susann Preiß. Bei diesem sehr entspannten Wettkampf kann im Prinzip jeder starten wann er will, so dass wenig Stress aufkommt. Um der größten Hitze zu entkommen, sind wir schon um 9:24 Uhr auf die Strecke gegangen. Dabei handelt es sich um einen ca. 23 km langen Rundkurs, der größtenteils über einen Altarm des Rheins führt. Allerdings sind auch etwa 6 km auf dem Neurhein gegen die Strömung zu rudern. Das Teilstück des Altrheins ist größtenteils ein Naturschutzgebiet, das sich lohnt zu durchrudern.
Über den Streckenverlauf schafften wir es, einige Boote zu überholen. Susann erwischte die Einfahrt auf den Neurhein perfekt, und die Einfahrt in den Altrhein war auch wieder erst Sahne. Beides sind schwierige Steuermanöver. Als wir dann nach 1:41:16 Stunden das Ziel sehr erschöpft erreicht hatten, war nicht abzusehen, was diese Zeit Wert war. Bei dieser Veranstaltung ist es nämlich so, dass es keine Klassenwertung gibt, sondern alle Boote direkt miteinander verglichen werden. Das heißt, jeder Ruderer bekommt je nach Alter und Geschlecht ein Handycap, das auf die ganze Mannschaft hochgerechnet wird. Als sich später herausstellte, dass wir das schnellste Boot auf der Strecke waren, hatten wir schon Hoffnung auf den Gesamtsieg. Denkst! Durch die Handycapwertung kamen wir letztendlich „nur“ auf Platz sechs von 26 Booten. Die vor uns platzierten Mannschaften bestanden aus sehr alten Herren und älteren Damen, die, nicht ganz zu Unrecht, von ihrem Handycap profitieren konnten.
In diesem Sinne bleibt das Fazit: Eine schöne Veranstaltung, bei der man gerne öfter teilnehmen kann und sollte! Wenn es passt werden wir sicher im kommenden Jahr auch wieder mit dabei sein.
Bericht von Heiko Löwenstein
111. Gießener Pfingstregatta – 61. Bamberger Ruderregatta

Erste Station in diesem Jahr war die 111. Gießener Pfingstregatta. Leider kam nur am Samstag ein Rennen zustande. Hier startete Wolfgang Bernd im Masters Männer Einer. Nach 250 m konnte sich Wolfgang Schlag für Schlag von den gegnerischen Booten absetzen, und mit etwa 2 Bootslängen Vorsprung den ersten Sieg einfahren.
Bei der 61. Bamberger Ruderregatta auf dem Main-Donau-Kanal gab es ein volles Meldeergebnis im Masters Einer. An beiden Tagen reichte es bei starker Konkurrenz aus Speyer, Kitzingen und Ingolstadt jeweils für einen guten 3. Platz.
Bericht von Kirsten Becker-Bernd
